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Geschichte und Entwicklung der Baumärkte
Das Baumarkt Konzept wurde in den 60ern aus den USA übernommen und hat binnen kürzester Zeit die komplette Branche verändert. Davor gab es Werkzeuge und Schrauben nur beim Eisenwarenhändler, Tapeten und Farben nur im Farbengeschäft, Baustoffe beim spezialisierten Baustoffhändler und Holz nur beim Holzhändler. Das neue Konzept war nun eine Bündelung aller Geschäftsbereiche zu einem Baumarkt. Alles unter einem Dach. Durch die DIY-Bewegung (Do-it-yourself) angeregt, begann eine Erfolgsgeschichte, die bis heute anhält und eine ganze Reihe von großen, europaweit aufgestellten, Baumarkt-Ketten hervorgebracht hat. Die Geschichte der Baumärkte fängt eigentlich mit den sogenannten „Homecentern“ in den USA an und schwappte in den Sechzigern u.a. auch nach Deutschland. In unseren Zeitungen häuften sich Nachrichten, die von dem erstaunlichen Aufschwung berichteten, den diese Form der Freizeitgestaltung neuerdings vor allem in den Vereinigten Staaten genommen hat. Doch nicht nur jenseits des Atlantiks gewinnt die „Do-it-yourself“-Bewegung immer grössere Bedeutung in wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Hinsicht, auch bei uns beginnt man sich mit diesen Fragen theoretisch und praktisch auseinanderzusetzen. Dabei handelt es sich um eine Fülle von Erscheinungen, die sich nur schwer unter einem eindeutig definierten Begriff zusammenfassen lässt. Die „Do-it-yourself“-Bewegung erstreckt sich auf Freizeitbeschäftigungen allerverschiedenster Art, vom Aufrichten eines Eigenheims aus vorfabrizierten Bauteilen bis zum Basteln einer Modelleisenbahn, vom liebhabermässigen Modellieren und Malen bis zum kunstgerechten Verfertigen von Hausrat. Der Umfang all dieser Arbeitsgebiete kennt keine festen Grenzen, umfasst er doch im Prinzip den ganzen Spielraum menschlicher Tätigkeit, wenn sich auch eine Schwerpunktbildung im Bereich handwerklich-künstlerischen Gestaltens feststellen lässt. Als die große Heimwerkerwelle Deutschland erreichte, kam der Trend auf, Heimwerken als Freizeitbeschäftigung und Hobby auszuüben. Die Idee dazu wurde im Land der unbeschränkten Möglichkeiten geboren – den Vereinigten Staaten von Amerika. Hier packten die Leute an, wenn es etwas zu tun gab, Nachbarn halfen Nachbarn, Männer beschäftigten sich in ihrer gesamten Freizeit mit do it yourself. Dann schwappte der Trend über den Atlantik nach Großbritannien, von wo er sich dann über Europa verteilte und schließlich auch nach Deutschland kam. 1953 veröffentlichte der Ehapa-Verlag die Zeitschrift »hobby«, die ab und zu Artikel zum Nachbauen veröffentlichte. 1958 erschien das erste Heimwerkermagazin mit dem Titel "Selbst ist der Mann". Der erste deutsche Baumarkt war ein Bauhaus in Mannheim, das war 1960. In den Jahren darauf eröffnete die erste Hornbach-Filiale und der erste Obi-Markt in Hamburg. Heute gibt es über 4000 Baumärkte in Deutschland. Nach einer Definition des Branchenverbands BHB muss ein Baumarkt mindestens 1000 m² Verkaufsfläche bieten und über eine gewisse Warenklassifikation verfügen, um als Baumarkt anerkannt zu werden. Nach dieser Definition gibt es in Deutschland ca. 2500 Baumärkte. In den 60er Jahren war Heimwerken noch längst nicht für alle erschwinglich. Für eine Bohrmaschine musste ein Arbeiter fast ein ganzes Monatseinkommen hinlegen. Heimwerker- und Handwerker benutzten die gleichen Maschinen. Um dem Heimwerker den Kauf der erforderlichen Geräte zu erleichtern, wurde mit Vorsatzgeräten gearbeitet. Auf die Bohrmaschine konnten Kreissägen-, Stichsägen- und andere Vorsätze geschraubt werden. Es wurde kombiniert. Das "C" für Combi hat sich in manchen Typenbezeichnungen bis heute erhalten. Den Durchbruch erlebte das Heimwerken Anfang der siebziger Jahre. Waren die Baumärkte bis dahin nicht über den Experimentierstatus hinaus gekommen, so begann nun die Gründerphase im großen Stil. Manfred Maus gründete die heute größte deutsche Baumarktkette, deren Symbol, der Biber, für ständiges Bauen und Werkeln steht. Ein Hersteller aus den USA, gegründet von zwei Schwarzwäldern "Schwarz und Decker", führte die ersten für den Heimwerker konstruierten Elektrowerkzeuge ein. Begleitet wurde die Einführung von einer eindringlichen Fernsehwerbung, deren Slogan noch heute in manchem Ohr nachklingt. Die deutschen Hersteller - schließlich ist das Elektrowerkzeug eine deutsche Erfindung - hielten dagegen. Bosch kreierte beispielsweise die grüne Produktlinie für den Heimwerker. Elektrowerkzeuge sind zwar am Endprodukt einer Heimwerkerarbeit nicht beteiligt, eröffnen jedoch durch Innovationen ständig neue Möglichkeiten für den Heimwerker. Dieser Umstand erklärt, warum gerade Elektrowerkzeuge die Entwicklung der Heimwerkerbewegung mehr als alle anderen Produkte des Baumarktsortiments beeinflussen. In den 80er Jahren war Heimwerken endgültig in Deutschland angekommen und hatte sich zu einer Bewegung entwickelt. Das Fernsehen entdeckte das Heimwerken und berichtete auf allen Kanälen. Entgegen kam der Bewegung, dass mit steigenden Einkommen der Kauf z.B. einer Bohrmaschine für alle erschwinglich wurde. Eine weitere Beschleunigung erfuhr das "Hobby" Heimwerken durch Handwerkerpreise, die für den Normalverbraucher nicht mehr erschwinglich waren. Kurzzeitig kam die Idee des betreuten Heimwerkers auf, die den Handwerker und Heimwerker als Team zusammenschweißen wollte. Diese Idee konnte jedoch nur in Ansätzen realisiert werden, da es für die Innungen nicht vorstellbar war, dass dem Handwerker nur noch ein Teil der zu machenden Arbeit zufallen sollte. 1988 gründete sich die Deutsche Heimwerkerakademie, um Heimwerkern in Seminaren zu vermitteln, wie einfache handwerkliche Arbeiten ausgeführt werden können. In den 90er Jahren führte der härter werdende Konkurrenzkampf der Baumarktketten zu Preiskämpfen. Heute ist Heimwerken längst gesellschaftsfähig. Heimwerker sind stolz auf das, was sie leisten, und erfreuen sich an ihren "Heimwerken". Der Bogen spannt sich vom Tapezieren bis zum Bau eines eigenen Hauses. In den Medien hat das Thema Heimwerken längst einen vorderen Platz auf der Hitliste. Die Motive sind unterschiedlich. Heimwerken spart Geld, meinen die einen, während die anderen davon überzeugt sind, dass Heimwerken eines der kreativsten Hobbies überhaupt ist, welches zur Entspannung und Zufriedenheit beiträgt. Die Motive können sich unterscheiden, eines hat jedoch jede Aktivität des Heimwerkens zu eigen: Heimwerken, wie es der Begriff sagt, schafft Werke im eigenen Heim und erhöht damit die Individualität des Wohnens. Die meisten dieser Tätigkeiten und Arbeiten bedürfen zu ihrer Ausführung einerseits der Werkzeuge, einer wenn auch nur primitiven Ausrüstung und andererseits, der wenn auch manchmal nur einfachen Kenntnisse, einer gewissen Technik. Was die Zwecke der Dienstleistungen anbelangt, können diese entweder den Unterhalt, die Reparatur oder sogar eine Neuschaffung betreffen. Auf den Parkplätzen der Baumärkte stehen oft schon morgens die Autos dicht an dicht und offenbaren die klassenlose Struktur der Baumarkt-Kundschaft: Die Lieferwagen und Kleintransporter der Handwerker sind da ebenso zu finden wie die Ente des Studenten und der Mercedes des Abteilungsleiters. Weder die flaue Konjunktur noch steigende Preise halten die Bundesbürger davon ab, immer mehr Geld aufzuwenden, um in ihrer Freizeit Haus und Hof zu verschönern oder Auto und Garten zu pflegen. Das Selbermacher-Gewerbe ist inzwischen zu einer ernsten Konkurrenz für andere Freizeitbranchen geworden. 1981 stagnierten zum ersten Mal die Urlaubsausgaben; die Ausgaben für den Diy-Bereich stiegen dagegen um 16 Prozent und erreichten damit die höchste Zuwachsrate im gesamten Freizeitbudget der Bundesbürger. Damit zeichnete sich eine Trendwende im Freizeitverhalten der Bundesbürger ab: "Die schönsten Wochen des Jahres haben von den schönsten Stunden des Tages Konkurrenz bekommen", schlußfolgerte eine Untersuchung des Zigarettenkonzerns BAT. Zwei Drittel aller Bundesbürger, so das Ergebnis von Meinungsumfragen, werkeln gelegentlich im Haus, im Garten oder in der Garage. Neben jenen Feierabend-Werkern, die vor allem wegen der Geldersparnis selber Hand anlegen, basteln Millionen von Wohlstandsbürgern, weil sie einfach Spaß an der eigenen Handarbeit haben. Sie sägen, bohren und pinseln, um in ihrer Freizeit einen Ausgleich zum Büro-Alltag oder zur Fließband-Monotonie zu schaffen. Die Deutschen, wie die Bürger anderer Industriestaaten, entdecken dabei, dass Arbeit und Freizeit nicht unbedingt getrennte Lebensbereiche sein müssen. Arbeit nach dem offiziellen Feierabend, ohne Stundenlohn und für den eigenen unmittelbaren Bedarf, macht eben mehr Spaß als die Arbeit in der Fabrik oder im Großraumbüro. Die Arbeitsmoral der Deutschen, die angeblich so besorgniserregend verfallen ist, kann sich fernab der industriellen Maschinenwelt durchaus sehen lassen. Dieselben Leute, die angeblich nicht mehr hart arbeiten wollen, packen kräftig zu, wenn es darum geht, den Keller zu weißen oder den Apfelbaum zu beschneiden. Was sich geändert hat, ist die Einschätzung der industriellen Arbeit. Für viele Deutsche, so ermittelte der Hamburger Freizeitforscher Professor Horst Opaschowski, sind "Do-it-yourself“ und Selbstgeschaffenes wieder attraktiver geworden als der Erwerb statusbezogener Konsum- und Luxusgüter". Aus den zaghaften Anfängen in den 60er Jahren, als das Basteln wieder in Mode kam, ist eine Massenbewegung geworden, die sich zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt hat. Nahezu jeder dritte Autobesitzer wartet und repariert regelmäßig seinen Wagen selbst. Fast drei Viertel aller Bundesbürger haben mal tapeziert oder angestrichen, haben die Wohnung renoviert und Möbel aufpoliert. Ein paar Dübel in die Wand zu hauen, ein bescheidenes Regal aus Spanplatten zu zimmern gehört für die Mehrzahl der bundesdeutschen Freizeitarbeiter zu den Routineaufgaben. Vom Erfolg ermutigt, wagen sich die Heimwerker an kompliziertere Arbeiten: Sie verlegen Fliesen und Teppichböden, sie ziehen Zwischendecken ein und verkleiden Wände mit Holzpaneelen. Die eifrigsten Selbermacher finden sich unter den Eigenheimbesitzern. Seit die Bau- und Bodenpreise in schwindelerregende Höhen schossen, ist die Eigenarbeit für viele Bauherren die einzige Möglichkeit, um das eigene Heim bezahlen zu können. Sie verputzen die Wände, verlegen Rohre und Kabel, ziehen die Garage hoch oder legen den Garten an. In Baumärkten gibt es alles, was das Heimwerkerherz begehrt und noch viel mehr. Baumärkte sind kleine Paradiese für fleißige Handwerker. Hier gibt es Spanplatten, Farben und Lacke. Ein ausführlicher Baumarkt-Rundgang sollte am Anfang jeder Handwerkshelden-Karriere stehen. So erfährt man, was es alles gibt und wo es versteckt wird. Und es gibt Dinge im Baumarkt, die die Do-it-yourself-Fantasien erst richtig in Schwung bringen: Gelochte Bleche könnten schicke Magnetwände werden – oder wie wäre es mit den geriffelten Teakbrettern fürs Wellness-Bad? Seit wann sehen Arbeitshandschuhe eigentlich so gut aus und warum nicht mal einen richtigen Blaumann kaufen? Wir machen gern alles selbst. Der Umsatz, den die Baumärkte in Deutschland erzielen, liegt mit 17,7 Milliarden Euro sogar noch knapp über dem der Möbelbranche. Wer so fleißig Hand im eigenen Haus anlegt, muss viele Stunden frei verfügbar haben. Der Heimwerker-Boom kam denn auch als Folge gesunkener Arbeitszeiten. Erst die Herabsetzung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 40 Stunden, das frühere Rentenalter, der längere Urlaub gaben den Laien die Möglichkeit, in ihrer Freizeit den Handwerkern einen Teil der Arbeit abzunehmen. Ob Boom oder Rezession, die Heimwerker-Branche floriert seit gut zwei Jahrzehnten mit beneidenswerter Stetigkeit. In der Flaute fehlt vielen Bundesbürgern das Geld für den Handwerker, also machen sie es selbst. So sehr auch Handel und Industrie von der Diy-Welle profitieren - in den staatlichen Kassen bleibt wenig hängen. Für die Arbeitsstunden der Heimwerker und Häuslebauer müssen Einkommen- und Mehrwertsteuer nicht entrichtet werden, die Bundesanstalt für Arbeit geht genauso leer aus wie die Rentenanstalten. Wieviel den öffentlichen Buchhaltern durch den Zug zur handwerklichen Selbstversorgung entgeht, in welchem Umfang die Heimwerker die Arbeit der gut vier Millionen professionellen Handwerker übernommen haben, ist nicht genau zu ermitteln. Damit die Laien den Handwerkern die Arbeit abnehmen konnten, musste die Industrie den Heimarbeitern zunächst leistungsfähige Maschinen und unkomplizierte Werkstoffe an die Hand geben. Selbst Anfänger sollen schnelle Erfolge sehen und dazu ermuntert werden weiterzumachen. Inzwischen gibt es spezielle Farbroller, mit denen Wände und Decken ohne Kleckser und Spritzer angemalt werden können. Spezialpinsel mit einer Schutzleiste sollen den sauberen Anstrich von Fensterrahmen gewährleisten. Verschiebbare Dachziegel, so behaupten die Hersteller, ermöglichen dem Heimaktivisten gar, ein Dach neu zu decken. Wer vom Material und von Maschinen nichts versteht, kann sich Literatur besorgen oder Kurse besuchen. Da erfährt der Leser zum Beispiel, wie verrottete Fensterrahmen und Türen behandelt werden müssen, bevor die Farbe neu aufgetragen werden kann; oder er lernt, daß Holz "immer mit der Maserung in Faserrichtung" geschliffen werden muss. Welch großartige Geschäftsaussichten der Heimwerker-Markt bot, hatte in Deutschland als erster der Kaufmann Emil Lux aus dem Bergischen Land erkannt. Den goldenen Boden des Laienhandwerks entdeckte Lux nach einem Besuch in Amerika. Mit importiertem Hobby-Werkzeug versuchte er Anfang der sechziger Jahre, auch hierzulande den neuen Volkssport populär zu machen. Lux mühte sich, außer geschickten Handarbeitern auch zahlungskräftige Kunden aus höheren Sozialschichten zu gewinnen. Er machte Reklame für "positive Freizeitgestaltung" und berief sich auf prominente Männer der Geschichte, wie etwa den englischen Nationalökonomen John Stuart Mill und den Franzosen Pierre Joseph Proudhon, die das Basteln als eines der besten Steckenpferde angepriesen hatten. Doch das deutsche Publikum reagierte nicht so spontan auf die Werbung, wie Lux erhofft hatte. Erst allmählich nahm das Interesse für die Heimwerkerei zu - genau in dem Tempo, wie die Gewerkschaften die Fünftagewoche durchsetzten und die Bausparer ihre Eigenheime bauten. Das wachsende Heer der Heimwerker, das Lux bedienen konnte, machte bald auch Konkurrenten hellhörig. Im Handel breitete sich Mitte der sechziger Jahre eine wahre Goldgräber-Stimmung aus. Eisenwaren- und Holzhandlungen wurden zu Heimwerker-Zentralen umgebaut, Geschäfte für den Bastelbedarf mauserten sich zu Hobby-Märkten, die Kaufhäuser richteten in ihren Filialen Spezialabteilungen ein, und die Versandhäuser verstärkten ihre Kataloge. Das ganz große Geschäft machen heute die Bau- und Heimwerker-Märkte, die sich nach dem Vorbild der Verbrauchermärkte seit Ende der sechziger Jahre vornehmlich in Stadtrandlagen und Vororten etablierten. Inzwischen bedienen 32 Filialbetriebe und Genossenschaften mit insgesamt rund 2500 Baumärkten das Millionenheer der Amateurhandwerker. In Europa haben die Deutschen das Heimwerken betreffend eindeutig die Nase vorne. Allerdings wird Deutschland es wohl kaum jemals schaffen, den USA ihren Rang als Heimwerkerkönige abzulaufen. In den Vereinigten Staaten von Amerika ist Heimwerken noch weitaus populärer als hierzulande und auch schon viel mehr professionalisiert. Die Grenzen zu Profiwerkstätten sind in den USA oftmals fließend. Die Werkstätten der Hobby-Bastler sind dort oftmals so gut ausgestattet, dass so mancher deutsche mittelständische Betrieb vor Neid erblassen würde. Bau- und Heimwerkermärkte sind in den 60er Jahren als bis dahin unbekannte Vertriebsform in Deutschland etabliert worden. Bis in die 80er Jahre, und noch einmal stimuliert von den Jahren nach der innerdeutschen Grenzöffnung, wuchs diese Vertriebsform sehr dynamisch. Die vergangenen zehn Jahre sind jedoch von Flächensättigungen geprägt, auch Baumärkte leiden indirekt unter der seit vielen Jahren schleppenden Baukonjunktur. Durch den Erfolg der Baumärkte entwickelte sich über die Jahre eine zunehmend stärker werdende Konkurrenz. Wichtig war es sich von der Masse abzuheben. Deshalb gab es verschiedene, teilweise richtungweisende, Entwicklungen. Um ihre Marke zu stärken setzten einige Baumärkte schnell auf weitere Neueröffnungen, damit ein großes Filialnetz das niedrige Preisniveau garantieren konnte. Dies wurde teilweise auch erfolgreich über Franchisesysteme gemacht. Ein weiterer Punkt war die ständige Vergrößerung der Baumarkt Verkaufsflächen und die Erweiterung des Sortiments, beispielsweise auch durch eine Vielzahl an Eigenmarken. Die klassischen Warengruppen, wie Baustoffe, Bauchemie, Fliesen, Werkzeug oder Maschinen machen heute nur noch ca. 2/3 des Sortiments aus. Dazugekommen sind in den letzten Jahrzehnten, neben Gartencenter und Zooabteilungen, ein breit gefächertes Angebot an Wohnungseinrichtung, wie ein hochmoderner Spiegelschrank, ein besonders leichter Kunststoffschrank, Platz sparende Ecksofa, ein Kaminsofa oder moderne Badmöbel. Die Gartencenter bieten Kunden ein breites Spektrum an Zubehör. Unter anderem findet man hier eine Bierzeltgarnitur, eine praktische Gartenschubkarre, ein Pavillion für die nächste Gartenparty oder ein massives Gartenhaus. Auch das Dienstleistungsangebot wird ständig erweitert. Das geht vom klassischen Holzzuschnitt, Liefer- und Aufbauservice, Drive-in-Baustofflagern und Einrichtungsberatung in den eigenen vier Wänden bis hin zur bequemen Bestellung via Telefon oder Internet bei Spezialversandhäusern für Werkzeug, Elektronik, Haus und Garten, Autozubehör und Landwirtschaft.
17.02.2010, 11:26 von bauadmin |
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