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25.04.2009, 12:06 von bauadmin Kommentare: 0 Aufrufe: 240 Newsletter |
Terrassen bauenFrühstücken in der ersten, warmen Frühlingssonne, ein Mittagsschlaf in der sommerlichen Hitze, in einer lauen Herbstnacht noch einmal grillen… Terrassen und Sitzplätze sind Küche, Wohnzimmer und Esszimmer in einem. Gute Planung hilft, dass Sie sich auch unter freiem Himmel wohl fühlen. Untrennbar mit dem Haus verbunden sind grundsätzliche Überlegungen nicht nur zur Lage einer Terrasse, sondern auch zu Fragen wie Zugang von drinnen, Ausrichtung zur Sonne, Größe und Form, Bodenbelag, Einbindung in den Garten oder Abschirmung und Sonnenschutz. Durchdachte Lösungen machen aus dem betonierten Viereck einen gemütlichen, schönen Platz. Eine ebenerdige Terrasse ist mit dem Garten einfacher zu verbinden als eine erhöhte Fläche, die mit einer Böschung umgeben ist. Aber auch hier gibt es reizvolle Ideen und interessante Kombinationen mit anderen Gartenelementen wie zum Beispiel Bachlauf, Treppe oder Steingarten. Sonne Die beste Ausrichtung einer Terrasse ist eine Südost- oder Südwestlage. Direkt nach Süden weisende Flächen, die noch dazu die Hauswand als Hitzeschild im Rücken haben, heizen sich im Sommer stark auf und können in den Mittagsstunden nur mit gutem Sonnendach oder großen Schirmen benutzt werden. Eine teilweise nach Osten blickende Terrasse holt die Morgensonne zum Frühstück, gegen Westen kann man lange Sommerabende in der Sonne sitzen. Schatten Wer nicht nur frühmorgens und abends auf der Terrasse sitzen will, sollte sich um guten Sonnenschutz kümmern. Ausrollbare Markisen, windstabile Sonnenschirme und elegante Sonnensegel sind flexible Elemente. Eine berankte Pergola spendet unverrückbar und verlässlich vom Frühjahr bis zum Herbst den ersehnten kühlen Schatten. Ein dicht belaubter, hoher Baum hält die sengende Mittagssonne von Haus und Terrasse fern, lässt aber die willkommene Morgen- und Abendsonne. Bodenbelag Vergessen Sie bei der Wahl des Pflastermaterials für die Terrasse auch nicht, dass Sie möglicherweise eine Treppe oder einen Weg anschließen müssen, um in den Garten zu gelangen. Die Steine oder Fliesen sollten dazu passen oder gleich bei der Gestaltung der Stufen verwendbar sein. Sitzgelegenheiten Terrassen scheinen oft mehr zum Haus als zum ‚Garten zu gehören, obwohl sie sich doch eindeutig im Freien befinden. Die Kunst besteht darin, sie in den Garten einzubinden und trotzdem als intimen und geschützten Bereich abzugrenzen. Eine eher lockere als strenge Gestaltung hilft dabei: unregelmäßige Pflasterränder, die eine Terrasse mit den Pflanzen rundum „verzahnen“, oder im Pflaster ausgesparte „Inseln“. Hier können auffallend blühende Solitärpflanzen wachsen, Küchenkräuter gedeihen oder Schlingpflanzen wurzeln. Die gleichen Pflanzen außerhalb und auf den „Inseln“ lösen die strenge Grenze einer Terrasse optisch auf. Auswahl Viele Möglichkeiten Es ist immer beliebter geworden, im Garten die unterschiedlichsten Steinmaterialien in verschiedensten Formen und Ausführungen zu verwenden. Hauptsächlich braucht man sie für Terrassen, Gartenwege und Einfahrten. Für welchen Belag Sie sich dann auch immer entscheiden, auf das Pflaster werden Sie viele Jahre oder Jahrzehnte blicken. So sind die Fragen nach Form, Größe und Farbe auch zugleich Fragen, die den Garten nachhaltig gestalten und prägen. Je mehr Sie über die Vor- und Nachteile der einzelnen Materialien wissen, desto bewusster und gezielter können Sie Ihre Wahl treffen. Ein Weg oder Sitzplatz sollte sich gut in den Garten einfügen. Granit – zeitlos und schön Je älter das Pflaster wird, um so besser passen sich die angewitterten Steine dem Ort an. Das Ansiedeln von Moospolstern zwischen den Fugen ist ausdrücklich erwünscht und verleiht einem Weg oder gepflasterten Hoffläche ein romantisches Flair. Granit gibt es auf der ganzen Welt. Dementsprechend groß ist seine Vielfalt. In gelblichen Schattierungen kommt er zum Beispiel in Portugal vor, rot, grün oder bunt in Schweden, doch die häufigste Farbe ist grau in allen Variationen. In Deutschland und Österreich gibt es bedeutende Vorkommen im Bayerischen Wald, Harz, Oberpfalz, Spessart, Schwarzwald, Waldviertel und Mühlviertel, auch Tschechien ist reich an Graniten. Für seine große Härte ist der hohe Quarzanteil verantwortlich, der zwischen 20 und 60 % liegt. Der harte Granit lässt sich beim Pflastern nur schwer mit dem Hammer bearbeiten. Durch seine richtungslose Struktur kann man ihn aber in jede Form bringen. Basalt und Diabas – setzen Kontraste Marmor (Carrara-Marmor) – heller als Schnee Sandstein – warm in der Sonne Gartengestalter und Steinhändler bieten in letzter Zeit auch Sandsteine aus Indien an. Neben Gelb, Ocker und Rot sind auch Weiß, Grün oder Grau im Farbspektrum enthalten. Die angenehmen, „erdigen“ Farbtöne und ihre warme Ausstrahlung machen sie für den Garten ungemein wertvoll. Sandsteinpflaster bekommt mit den Jahren nicht nur eine Alterspatina wie jedes andere Natursteinpflaster. Eckige Kanten runden sich ab und die an sich schon weiche Ausstrahlung wird dadurch noch verstärkt. Sandsteine weisen übrigens unterschiedliche Haltbarkeit auf. Haben sie einen hohen Tonanteil, können sie nach etwa 10 Jahren zerfallen. Dagegen trotzen an Kieselsäure reiche Sandsteine allen Witterungseinflüssen und halten unbegrenzte Zeit. Neben den oben genannten Natursteinen gibt es noch viele andere Gesteinsarten wie Grauwacke, Diorit, Kalkstein, Basaltlava und viele andere, die für die Gewinnung von Pflastersteinen interessant sind. Einen Überblick über das Sortiment können Sie bei Steinhändlern, Baumärkten, Gartencentern oder über das Internet bekommen. Manche Gesteinsarten eignen sich nicht für die Herstellung von Pflastersteinen. Sie lassen sich nicht so exakt brechen, wie es für die Produktion von genormtem Klein- oder Großpflaster erforderlich wäre. Als Natursteinplatten sind sie aber bestens zu verwenden. Hierzu zählt der Kalkstein und in Österreich vor allem der Gneis. So schön sich das schlichte Grau eines Granites oder dunklen Basaltpflasters auch mit dem Grün der Pflanzen verbinden lässt, manchmal wirken solche Pflasterungen vor allem für Sitzplätze und Terrassen zu kalt oder einfach unpassend. Vor allem in Kombination mit dem Haus wünschen sich viele meist eine etwas kräftigere und lebendigere Farbe als die jener Gesteine, die in unseren Breiten vorkommen. Unter den natürlichen Materialien steht dabei der Klinker als Alternative an erster Stelle. Eine farbenfrohe Alternative Schon auf Grund seiner warmen Farben eignet sich Klinker hervorragend für den Garten. Im Rhythmus der kleinen Flächen und Fugen liegt ein besonderer Reiz. Sie strahlen eine wohnliche Atmosphäre aus. Mit Klinker gepflasterte Flächen lassen sich zudem durch unterschiedliche Verwendungen beim Legen selbst sehr gut gliedern, ohne dass auf ein anderes Material zurückgegriffen werden muss. Sein ziegelähnliches Format und seine Verwendung innen wie außen machen ihn besonders interessant. Sowohl Wintergarten und Vorhaus als auch Terrasse können mit ein- und demselben Material verlegt werden. Klinker schafft für das Auge eine Art Brücke und Einheit. Sein Name leitet sich vom niederländischen klinken (klingen) ab. Der Klinker wurde also nach dem hellen Klang, der beim Anschlagen entsteht, benannt. Klinker ist nichts anderes als stark verdichteter, hart gebrannter Ton. Farbe und Form Um in möglichst vielen verschiedenen Varianten verlegt werden zu können, haben sich bestimmte Formen durchgesetzt. So sind im Normalformat die Kanten so bemessen, dass inklusive Fuge zwei Breiten eine Länge ergeben. Nicht nur Blockverbände können damit verlegt werden, sondern auch viele andere Muster. Aus Neu mach Alt: Antikpflaster aus der Trommel Trittsicherheit und Pflege Trotz Imprägnierung hält ein Rundholzpflaster im Garten durchschnittlich nicht länger als zehn bis fünfzehn Jahre. Wo längerfristige Lösungen geplant sind, sollte Holz daher nicht verwendet werden. Ebenso problematisch sind manche Sandsteine und Marmor, deren Witterungsbeständigkeit nicht immer gesichert ist. Die Oberfläche des Materials hat großen Einfluss auf seine Griffigkeit. Ein rustikales Natursteinpflaster mit großen spaltrauen Granitplatten und –steinen ist zwar schön anzusehen, aber als Belag für eine stark frequentierte Strecke ebenso wenig zu empfehlen wie ein Weg aus Flusskieseln. Andere Materialien eignen sich wieder aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften nicht für heikle Bereiche. Auf einem Holzpflaster in dauerschattiger Lage bildet sich relativ rasch nach seiner Verlegung ein unangenehmer, rutschiger Belag. Ähnliches gilt für Klinker, der durch seine glatte Oberfläche vor allem für steile Wege, Auf- und Abfahrtsrampen ungeeignet ist. Polierte Steinplatten oder glatte Fliesenbeläge weisen nicht die erforderliche Trittsicherheit auf, die ein Weg immer haben sollte. Vor allem auf ältere Menschen, die den Garten mitbenutzen, muss Rücksicht genommen werden.
Platten legen
Verlegen ins Mörtelbett Korrekturen bei Fugen oder Höhen müssen sofort geschehen, da es sonst nach ein bis zwei Stunden, wenn der Zement abgebunden hat, zu spät ist. Je wärmer das Wetter ist, desto schneller bindet der Mörtel ab und wird fest. Für Pflasterklinker empfiehlt sich ein kalkarmer Trass-Zement oder ein fertiger Klinkermörtel. Das kostet zwar etwas mehr, doch können damit Kalkausblühungen nach dem Verlegen großteils vermieden werden. Verfugen
30.06.2010, 09:57 von bauadmin |
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